Besonders begabt? Besonders begleitet.

Begabungs-UHu

In der Grundschule

In der Grundschule zeigt sich das hochbegabte Kind oft als sehr schneller Lerner: Es liest, rechnet oder schreibt weit über die Klassenstufe hinaus und hat möglicherweise das Sprachniveu eines Teenagers. Das eigene Wissen zurückzuhalten bis es im Unterricht drankommt ist eine Herausforderung. Die anderen Kinder erleben dieses Anderssein möglicherweise als irritierend oder nervig. Mit Besserwisserei finden sich nicht so leicht Freundschaften. Mobbing ist in diesem Zusammenhang ein Thema, das immer wieder vorkommt.

 

Während andere lernen, langweilen sich hochbegabte Kinder im Unterricht, weil sie vieles längst verstehen und sich nach neuen Herausforderungen sehnen. Statt Begeisterung erleben sie Frust, statt Neugier spüren sie Stillstand. Sie stören nicht in böser Absicht, sondern möchten gesehen und ernst genommen werden. 

 

Möglicherweise zeigt sich das Potential aber auch nicht, weil die Feinmotorik hinter der kognitiven Geschwindigkeit weit zurückbleibt. Das heißt das Kind denkt sehr viel schneller als es in der Lage ist das Gedachte zu schreiben, was zu großer Frustration bis hin zur Leistungsverweigerung und mäßigen Schulnoten führen kann. Das Erledigen repetitiver Aufgaben speziell als Hausaufgaben kann zu einer quälenden Herausforderung werden, die das ganze Familienleben prägen kann.

 

Man spricht dann von Underachievement, wenn bei hochbegabten Kindern ihre schulischen Leistungen deutlich unter ihrem tatsächlichen intellektuellen Potenzial liegen. 

Frustration aus welchen Gründen auch immer kann zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Und die Langeweile eines kreativen Kindes führt selten zu erwünschtem und angepasstem Verhalten.

 

Auf der anderen Seite kann angepasstes, jedoch für das Kind unpassendes Verhalten und der Frust der Unterforderung einen inneren Druck verursachen, der sich in Kopf-, Bauch- oder Gliederschmerzen äußern kann.

 

Gerade im Grundschulbereich stellt sich dann die Frage, ob ein Klassensprung oder gerade bei vorhandenen Lese- und Rechenfertigkeiten eine vorzeitige Einschulung passende Maßnahmen der Begabungsförderung sein können. Wichtig dabei ist gute pädagogische Begleitung zuhause und durch die aufnehmenden Lehrkräfte. Ein Klassensprung passt nicht zu jeder Situation und nicht zu jedem Kind, sollte gut überlegt sein und ist eine wirkungsvolle Förderung, gerade im Grundschulalter.

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