
Im Kindergarten
Im Kindergarten fällt ein hochbegabtes Kind möglicherweise dadurch auf, dass es sehr früh und differenziert spricht und Erwachsenengespräche sucht. Manche Kinder können sehr früh lesen und rechnen, möchten komplexe Sachverhalte erklärt bekommen und langweilen sich schnell bei einfachen Spielen.
In der Gruppe wirkt ein hochbegabtes Kind manchmal unruhig oder sogar schwierig, weil es nicht in den gewohnten Rahmen passt. Unterforderung und daraus resultierende Langeweile können zu originellem Verhalten führen, das sich in der Gruppendynamik durchaus störend auswirken kann.
Auch das Gegenteil ist möglich: Das Kind beobachtet genau, passt sich an und zeigt das erwartete Verhalten. Die damit verbundenen Anstrengung kann sich dann zuhause in großer Erschöpfung, Bauchschmerzen oder gar explosiver Stimmung entladen.
Häufig ist im Kindergarten die Förderung der Kinder derart individualisiert und differenziert, dass sich hochbegabte Kinder ihrem Potential entsprechend entwickeln können.
Der Übergang vom Kindergarten in die Schule stellt für hochbegabte Kinder oft eine besondere Herausforderung dar: Einerseits sind sie geistig und kognitiv bereits schulreif, können lesen, schreiben und rechnen und lechzen förmlich nach geistigem Futter. Andererseits fehlt ihnen manchmal die emotionale oder soziale Reife, die für einen gelungenen Schulstart wichtig ist und sie sind durch schulische oder organisatorische Anforderungen überfordert.
